Veranstaltungsankündigung

10. Winterakademie

Die zehnte Winterakademie findet diesmal schon sehr zeitig statt: Vom 29. bis 31. Januar laden wir nach Schnellroda ein, um uns ausführlich dem Thema Faschismus in all seinen Facetten zu widmen. Dabei wird es zunächst um die nur auf den ersten Blick einfache Frage gehen: Was ist Faschismus? Daß eine eindeutige Antwort darauf nicht leicht ist, können sie den zahlreichen Deutungsversuchen der Vergangenheit entnehmen. Ist Faschismus die „offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“ (Georgi Dimitroff)? Oder war er ein „echter und tiefangelegter Versuch, das wankende Abendland zu retten“ (Gottfried Benn)?

In jedem Fall bleibt der Faschismus ein aktuelles Thema, weil er die unmittelbare Integration der modernen Gesellschaft verspricht, die auch heute naturgemäß zu Desintegration neigt. Deshalb bleibt er als Möglichkeit weltweit virulent, auch wenn er in die Kategorie der „politischen Pseudorenaissancen“ (Hermann Heller) gehört, die nur im Ausnahmezustand existieren können und nicht in der Lage sind, eine gute Ordnung zu stiften.

Deshalb hören wir u.a. Vorträge zu folgenden Themen: Wie steht es um die faschistischen Tendenzen außerhalb Europas? Was macht der Antifaschismus in Deutschland ohne Faschismus? Gab oder gibt es eine faschistische Politik? War der Faschismus in der Lage, ein eigenes philosophisches System zu entwickeln? Kann man von einer „faschistischen Epoche“ reden? Welche Rolle spielt der Faschismus als Avantgarde? Warum nennen junge Italiener ihr besetztes Haus Casa Pound (Lichtbildervortrag)?

35 Teilnehmerplätze, acht Vorträge, Diskussionen, Sport: Wenn Sie 35 Jahre oder jünger sind, können und sollten Sie teilnehmen! Die Hörerbeiträge sind nicht hoch, wer Geld verdient, bezahlt für zwei Übernachtungen, Vollpension und alle Vorträge 80,00 €, alle anderen bezahlen 35,00 €. Und: Keiner sollte wegen finanzieller Engpässe fernbleiben. Rufen Sie uns an, falls es knapp wird!

Die Tagungsfolge finden Sie hier

Anmeldeformular hier


Veranstaltungsbericht

17. Berliner Kolleg

2009 ist das Jahr der deutschen Jubiläen: Erst 2000 Jahre Sieg über die Römer dann eine Weile nichts und im 20. Jahrhundert kommt die verhängnisvolle Abfolge der Ereignisse ins Rollen: 90 Jahre Versailler Vertrag, 70 Jahre Ausbruch Zweiter Weltkrieg, 60 Jahre Gründung der beiden deutschen Teilstaaten und schließlich die Erlösung: 20 Jahre Mauerfall. Damit, so schien es, war das Tor aufgestoßen zu einer souveränen Antwort auf die deutsche Frage. Es kam anders. Der Einheit von 1990 wurde die deutsche Geschichte geopfert und damit das Bewußtsein von Kontinuität. Unsere Geschichte beginnt seitdem unverhofft mit dem "Wunder von Bern" und soll in der Berliner Republik enden. Ein Blick auf die jüngste Geschichte kann diese dekadente Geschichtsauffassung erschüttern und zeigen, warum die deutsche Frage nach wie vor unbeantwortet im Raum steht. Das Thema lautete deshalb:

Die deutsche Frage und das Jahr 1989
Deutschland zwischen Sonderweg und Anpassung

Referenten waren: der Historiker Dr. Karlheinz Weißmann, der ehemalige Präsident des Gesamtdeutschen Instituts Detlef Kühn, der Philosoph Prof. Dr. Steffen Dietzsch sowie der Wirtschaftsjurist Prof. Dr. Menno Aden.


Eintragen in unseren Nachrichtenverteiler 

Nachrichtenverteiler

Hier können Sie sich in unseren Verteiler eintragen bzw. austragen. Dieser Verteiler dient als Informationsdienst, der nur von uns mit Inhalt gefüllt wird. Wir informieren Sie etwa einmal wöchentlich über Neuigkeiten aus unserem Institut.

eMail:

Neue Publikation

Der Fall Sarrazin

Der Fall Sarrazin
Verlauf einer gescheiterten Tabuisierung

Wissenschaftliche Reihe,
Heft 15

40 Seiten, geheftet,
5 Euro

Bestellen Sie hier

Die Studie bringt den Verlauf der Denunziationskampagne kommentiert die Bedeutung des Scheiterns der Sarrazin-Gegner für alle weiteren Überfremdungs- und Multikulturalismusdebatten und liefert Fakten zu dem, was Sarrazin in schnarrendem Ton ansprach: Denn die inhaltliche Diskussion seiner Beobachtungen und Schlußfolgerungen ist bisher viel zu kurzgekommen.


Neue Publikation

DIE BUEB-DEBATTE

Zur neuen Diskussion über Disziplin und Führung in der Erziehung.

Wissenschaftliche Reihe,
Heft 14,

28 Seiten, geheftet,
5 Euro

Eine Darstellung der vieldiskutierten und von links heftig attackierten Vorschläge zur Erziehungsreform. Die Analysen und Konzepte des ehemaligen Leiters des Elite-Internats Schloß Salem, Bernhard Bueb, werden einer kritischen Prüfung aus konservativer Sicht unterzogen. Denn Buebs Forderungen reichen nicht weit genug!

Bestellen Sie hier